Darts online wetten 2026 – wer anbietet, wie gewettet wird und was es kostet

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Eine Dartscheibe an einer Holzwand in einem schwach beleuchteten Raum, drei Pfeile stecken nahe der Mitte, warmes Licht von der Seite.

Darts hat sich vom Pub-Spiel zur Bühne im Alexandra Palace entwickelt, und mit ihm ein Wettmarkt, der vor allem während der Weltmeisterschaft und der European Tour richtig Dampf bekommt. Wer in Österreich auf Darts wetten will, steht zuerst vor einer ungewohnten Rechtslage: Es gibt keine bundesweite Lizenz, keine nationale Liste und kein Sperrregister für Sportwetten. Was es gibt, sind Bewilligungen der einzelnen Bundesländer – und eine Wettgebühr, die seit dem 1. April 2025 fünf Prozent beträgt.

Die Höhe bis zum Mittelpunkt der Scheibe beträgt 1,73 m über dem Boden, der Abstand von der Wurflinie („Oche“) zur Dartscheibe 2,37 m.

Aktualisiert am Oktober 29, 2026; geprüft gegen die Standmitteilungen der genannten Anbieter und die einschlägigen Landesgesetze.

Überblick: Wer auf Darts wettet und welche Wege es gibt

Beim Darts wird im Einzel mit 501 Punkten begonnen; die häufigste Abschlussvariante ist „Double Out“, bei der das Spiel auf einem Doppelfeld beendet werden muss. Wer 501 Punkte mit neun Darts abräumt, wirft ein „Nine-Dart Finish“ – das Maximum dessen, was mit drei Darts pro Aufnahme überhaupt möglich ist. Eine Aufnahme mit 180 Punkten (drei Mal Triple 20) ist das höchste Einzelergebnis, und 170 Punkte – Triple 20, Triple 20, Bull’s Eye – sind die höchste Punktzahl, die mit Double Out noch beendet werden kann.

Wurfpfeile liegen auf einem Holztisch neben einem Notizbuch mit handschriftlichen Zeilen, Tageslicht fällt von links ein.
Beim Steeldarts wird im Einzel mit 501 Punkten begonnen; die häufigste Abschlussvariante ist „Double Out“.

Für Wetten entscheidend ist das Leg. Ein Leg gewinnt, wer zuerst genau 501 Punkte wirft. Bei der PDC-Weltmeisterschaft gewinnt einen Satz, wer zuerst drei Legs für sich entscheidet; die Zahl der benötigten Sets steigt im Turnierverlauf. Die Höhe bis zum Mittelpunkt der Scheibe beträgt 1,73 m über dem Boden, der Abstand von der Wurflinie – der „Oche“ – zur Scheibe 2,37 m.

Wer in Österreich eine Dartswette platzieren will, hat im Kern drei Wege:

Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie viel Auswahl an Märkten man erwartet, welche Limits akzeptabel sind und ob einem die Kontrolle durch ein österreichisches Land wichtig ist.

Die Spielfelder, auf die gewettet wird

Drei große Schauplätze tragen den Darts-Wettkalender. Die PDC World Darts Championship wird im Alexandra Palace in London ausgetragen; seit 2026 nehmen 128 Spieler teil, das Turnier läuft von Dezember bis Jänner und dauert rund drei Wochen. Luke Littler gewann die WM 2025 mit 7:3 gegen Michael van Gerwen und 2026 mit 7:1 gegen Gian van Veen; Rekordsieger ist Phil Taylor mit 14 Titeln.

Die Professional Darts Corporation (PDC) wurde am 16. Jänner 1992 in Brentwood (Essex) gegründet, ist kein Verband, sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen und richtet die WM seit 1994 aus. Die Pro Tour der PDC besteht seit 2002; für 2025 waren 48 Pro-Tour-Events geplant – aufgeteilt in 34 Players Championships und 14 Turniere der European Darts Tour. Die European Darts Tour ist die zweite große Schiene und verteilt ihre Turniere über mehrere europäische Städte.

Wer auf Darts wettet, hat je nach Anbieter drei Gruppen von Märkten im Programm:

Welche dieser Märkte tatsächlich angeboten werden, hängt vom Turnier und vom Anbieter ab. Bei der WM ist das Programm am breitesten, bei kleineren Players-Championship-Events oft nur die Siegerwette. Wer Sondermärkte nutzt, sollte vorher prüfen, ob sie im Wettprogramm des gewählten Anbieters auftauchen.

Quoten, Auszahlung und der Preis, den jede Wette trägt

Eine Wettquote ist aus der Sicht der Wettkundin immer ein Multiplikator: Einsatz mal Quote ist der Bruttoeinsatz zurück, der Reingewinn ist der Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 10 € bekommt man 21 € zurück, Gewinn 11 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps; fünf Tipps zu je 1,80 ergeben eine Gesamtquote von rund 18,8 – aber alle fünf Tipps müssen sitzen.

Hinter jeder Quote steckt der „Quotenschlüssel“ – die Auszahlungsquote eines Marktes. Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten bei 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95 – also 95 %. Die Differenz zu 100 % ist die Marge des Buchmachers: In diesem Beispiel fünf Prozent pro Wetteinheit.

Die Marge ist im Preis eingebaut und unabhängig vom Ausgang. Sie ist das, was der Buchmacher im Durchschnitt pro Euro Einsatz behält. Bei fünf Prozent Marge wandern auf lange Sicht fünf Cent jedes eingesetzten Euros an den Anbieter. Wer langfristig wettet, hat den Buchmacher als ständigen Mitspieler; wer kurzfristig spielt, zahlt den Preis über die Quote. Eine einzelne Wette lässt sich nicht „fair“ nennen – erst über viele Wetten zeigt die Marge, was sie kostet.

Die Auszahlungsquote bei Darts ist nicht überall gleich. Sie hängt vom Markt (Sieger im Leg, Handicap, Anzahl 180er) und vom Anbieter ab. Wer auf Darts wettet, sollte vor allem bei Livewetten genau hinsehen: Der Buchmacher passt die Quote laufend an, die Marge im Live-Sektor liegt oft über der Marge vor dem Spiel.

Nimmt man das im Abschnitt „Quoten, Auszahlung und der Preis, den jede Wette trägt“ erläuterte 1,90/1,90-Beispiel als Grundlage, sieht das so aus: Auszahlungsquote rund 95 %, Marge rund 5 %. Das heißt: Auf lange Sicht zahlt dieser Markt 95 Cent je eingesetztem Euro zurück, fünf Cent behält der Anbieter. Wer bei einem Anbieter mit niedrigerer Marge wettet, gewinnt pro Euro im Schnitt mehr; wer bei höherer Marge wettet, weniger.

Bei einem Seitenvergleich zweier Anbieter mit unterschiedlichen Margen – etwa 4 % und 6 % – ergibt sich auf 1.000 € Einsatzvolumen ein Unterschied von 20 € im erwarteten Rückfluss. Das klingt wenig, ist aber die einzige Größe, an der sich Buchmacher langfristig messen lassen.

Rechtslage in Österreich: Land statt Bund

In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG). Der Verwaltungsgerichtshof hat das 2015 festgestellt (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019). Daraus folgt: keine bundesweite Konzession, keine nationale Aufsichtsbehörde, keine zentrale Liste der Buchmacher und kein bundesweites Sperrregister für Sportwetten.

Ein leerer Schreibtisch mit Füllfeder und geschlossenem Ordner im Morgenlicht, daneben ein Fenster mit Blick auf Dächer.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020.

Was es gibt, sind die Wettgesetze der neun Bundesländer. Jedes Land hat seine eigene Bewilligungsbehörde und seine eigene Rechtsgrundlage:

Bundesland Gesetz Behörde
Niederösterreich NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) Amt der NÖ Landesregierung
Wien Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016) Magistrat der Stadt Wien
Oberösterreich Oö. Wettgesetz Amt der OÖ Landesregierung
Tirol Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz Amt der Tiroler Landesregierung
Steiermark, Kärnten, Salzburg, Burgenland, Vorarlberg jeweils eigenes Wettgesetz jeweilige Landesregierung

Die Bewilligung („Konzession“ ist der falsche Begriff – der steht im GSpG für Lotterien und Casinos) wird vom jeweiligen Land erteilt und ist an den Ort gebunden, von dem aus der Anbieter seine Daten bereitstellt. Für Online-Wetten ist das nach der Rechtsprechung des VwGH der Server-Standort (9.4.2026, Ra 2025/02/0037, Oö. Wettgesetz). tipp3 etwa nennt auf der eigenen Seite eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020); die win2day-Sportwette beruht nach eigenen Angaben ebenfalls auf einer NÖ-Bewilligung – das Glücksspiel-Angebot von win2day (Lotterie und Casino) läuft dagegen unter der bundesweiten GSpG-Konzession. Beide Regimes sind getrennt zu betrachten.

Was darf gewettet werden? Sportereignisse, so die Wiener Gesetzeslage; Wetten auf Politik oder TV-Shows sind nach BMF-Auffassung in der Regel nicht zulässig. Virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und keine Sportwette – eine Land-Bewilligung hilft hier nicht. Ob E-Sport als sportwettentauglich gilt, ist nicht abschließend geklärt.

Livewetten: Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Textfassung 2020); Oberösterreich nur auf einen numerischen Zwischen- oder Endstand oder auf „wer trifft als Nächstes“ (Textfassung 2021); in Niederösterreich ist die aktuelle Live-Regel nicht abschließend dokumentiert. Einsatzlimits: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an terminal ohne Counter in Wien. Für Online-Wetten anderswo ist die Lage nicht abschließend dokumentiert.

Steuerlich gilt: Auf Sportwetten in Österreich wird seit dem 1. April 2025 eine Wettgebühr von 5 % erhoben (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025; davor 2 %). Die Bemessungsgrundlage ist der Wetteinsatz; geschuldet wird die Gebühr vom Anbieter, nicht von der Wettkundin. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % des Gewinns abzuziehen. Ob und wie ein Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Entscheidung – die Bedingungen sind nur aus seinen eigenen AGB abzulesen. Die Bezirksfinanzdirektion hat im Mai 2026 eine Beschwerde eines Anbieters gegen die 5 %-Gebühr abgewiesen (BFG 12.5.2026, RV/7100519/2026). Gewinne privater Wettkundinnen sind nicht abschließend dokumentiert; „Steuerberater oder Finanzamt fragen“ ist die ehrliche Antwort.

Anzeigen und Boni: Es gibt kein Werbeverbot oder Sendezeitfenster für Sportwetten; die Landesgesetze verlangen einen verantwortungsvollen Standard (Wien § 18 Abs. 4). Für Boni und Gratiswetten gibt es keine gesetzliche Regel – Bedingungen stehen ausschließlich in den AGB des Anbieters.

Wer ohne österreichische Bewilligung wettet, bewegt sich in einer Grauzone: Die Rechtslage ist nicht abschließend geklärt und hängt vom jeweiligen Landesgesetz ab. Eine ausländische Lizenz (Malta, Gibraltar, Curaçao, Anjouan) ersetzt keine österreichische Bewilligung. Geldstrafen für Betreiber ohne Land-Bewilligung erreichen in Wien bis zu 22.000 € und in Oberösterreich bis zu 20.000 €. Für die Wettkundin selbst wurde keine Strafe gefunden; ein Gericht hat in einem anderen Segment (Casino) einem Spieler die Verluste zurückgegeben – für Sportwetten fehlt eine vergleichbare Entscheidung.

Spielerschutz, Limits und Sperren

Sportwetten sind kein Glücksspiel, also greift das GSpG hier nicht direkt. Konkret heißt das: keine bundesweite Sperrdatei, kein vorgeschriebenes Einzahlungslimit für Sportwetten, keine bundesweite Selbstsperre.

Mindestalter: 18 Jahre – so die Länder Wien und Oberösterreich, und so geben es auch die meisten Anbieter selbst an.

Selbstsperre: Gibt es je Anbieter, nicht zentral. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten (Guthaben bleibt im Konto) sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren (Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen); beide sind nach dem Start nicht aufhebbar. In Wien ist eine Aufhebung frühestens nach zwei Jahren möglich.

Einzahlungslimits für Sportwetten: Kein Bundesgesetz, das sie vorschreibt – sie sind Sache des Anbieters. win2day etwa gibt für seine Sportwette ein Einzahlungslimit an: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat; Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag lässt es sich individuell erhöhen. Das ist nicht die Regel – andere Anbieter haben andere Limits oder gar keine.

Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung ist die Schutz-Architektur eine andere: Sie fallen nicht unter die österreichischen Landgesetze, eine österreichische Stelle hat hier keine Aufsicht. Wer dort spielt, hat im Streitfall nur den Anbieter selbst als Ansprechpartner.

Ein Glücksspielreformgesetz 2026 – Stand 14.10.2026 noch im Entwurf – schafft ein Sperrregister und ein Limitregister für GSpG-Glücksspiel. Sportwetten sind darin ausdrücklich nicht erfasst. Eine Auszahlung daraus ist noch nicht absehbar.

Hilfe für Spielerinnen und Spieler bietet die Bundesstelle für Spielerschutz: playsponsible.at.

Prognose und Tipp: warum ein Darts-Tipp nie sicher ist

Wer nach „Darts Wetten Tipps“ oder „Darts WM Wett Tipps“ sucht, sucht im Kern nach einer Vorhersage. Drei Datenpunkte helfen bei der Einordnung eines Spiels:

Was eine Prognose nicht leisten kann: einen Sieger garantieren. Darts ist ein Sport mit hoher Varianz. Ein „neun-Dart-Finish“ kann ein Match in einem einzigen Wurf drehen, ein Ausrutscher am ersten Doppelfeld ein 4:0 kosten. Wer auf Darts wettet, sollte jede Wette als einen von vielen verstehen – nicht als sichere Sache.

Wettstrategien wie der „Akkumulator“ (Kombiwette) sind kein Trick: Sie erhöhen die Quote, aber auch die Varianz. Fünf Richtige ergeben eine hohe Auszahlung – vier Richtige ergeben Null. Eine Quote von 20 wird durch fünf Wetten zu 1,80 nicht zu einer „besseren“ Wette, sondern zu einer unwahrscheinlicheren.

Wertwetten („Value Bets“) sind Wetten, deren eigene Eintrittswahrscheinlichkeit höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Wer dauerhaft nur Wetten mit positivem Erwartungswert abschließt, gewinnt im Schnitt. Aber: Diese Wetten zu identifizieren verlangt mehr Daten und Disziplin, als die meisten Wettenden aufbringen.

Wer mehrere Wetten gleichzeitig spielt, sollte sich bewusst sein: Jede Wette ist eine eigenständige Entscheidung. Eine „Strategie“ – ob Martingale, Fibonacci oder ein anderes System – ändert die Marge nicht. Sie ändert die Form, in der die Marge zu Buche schlägt.

Wettarten im Detail: Einzel, Kombi, System und Live

Einzelwette: Ein Tipp, eine Quote. Wer gewinnt, kassiert; wer verliert, ist die Wette los. Die einfachste Form.

Kombiwette: Mehrere Tipps auf einem Wettschein. Die Quoten multiplizieren sich; alle Tipps müssen sitzen. Beispiel: Drei Spieler-Tipps zu 1,80, 2,00 und 1,90 ergeben eine Gesamtquote von 6,84. Falsche Auswahl – Schein verloren.

Systemwette: Eine Kombiwette mit Sicherheitsnetz. Statt alle Tipps zu kombinieren, werden mehrere kleinere Kombinationen gebildet, sodass ein Fehler nicht den ganzen Verlust bedeutet. „System 3 aus 5“ etwa bildet alle 3er-Kombinationen aus 5 Tipps. Der Einsatz verteilt sich auf alle Teilkombinationen.

Mehrwegwette: Eine Wette, bei der mehrere Ergebnisse eines Marktes abgedeckt sind – etwa auf einen Spieler, der das Turnier oder einen bestimmten Runde erreicht. Je mehr Wege abgedeckt werden, desto niedriger die effektive Quote.

Langzeitwette: Sieger eines Turniers, einer Konferenz, des Saisonsiegers. Hohe Quote, lange Laufzeit.

Livewette: Während des Spiels gesetzt. Die Quote passt sich laufend an Spielstand und verbleibende Möglichkeit an. Wer live wettet, sollte die Marge im Auge behalten – sie ist im Live-Sektor oft höher.

Cash-Out: Vorzeitige Auszahlung. Liegt das Spiel gut, kann der Anbieter eine vorzeitige Auszahlung anbieten; liegt es schlecht, lässt sich der Verlust begrenzen. Cash-Out ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Marktes – sie kommt mit einer Marge des Anbieters.

Darts-Wettmärkte konkret

Bei der PDC-Weltmeisterschaft ist das Programm am breitesten: Sieger, Handicap, Anzahl Legs im Satz, Anzahl 180er im Match, höchster Checkout, erster Neundarter, Spieler, der ein bestimmtes Etappenziel erreicht. Bei kleineren Pro-Tour-Events ist das Programm oft nur ein Sieger-Markt.

Drei Sondermärkte verdienen einen eigenen Blick:

Wer auf Darts wettet, sollte bei Sondermärkten prüfen, wie der Anbieter sie abrechnet – nicht jeder Anbieter rechnet „höchster Checkout“ gleich aus.

Die Top-Anbieter im Vergleich

Welche Anbieter in Österreich auf Darts verfügbar sind, hängt von der eigenen Bewilligungslage ab. Die folgende Tabelle trennt Anbieter mit einer Land-Bewilligung von Marken ohne eine solche – nicht als Wertung, sondern als Information.

Marke Sitz/Lizenz Österreichische Bewilligung Lizenzierter Betreiber
tipp3 Niederösterreich (NÖ Wettgesetz, Bewilligung 10.12.2020) Ja – Land Niederösterreich Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day Niederösterreich (NÖ Wettgesetz) Ja – Land Niederösterreich Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Merkur Bets Gerasdorf bei Wien (seit Juni 2025 neue Marke, ehemals Cashpoint) Ja – Bundesland (nicht im Detail veröffentlicht) Merkur Group
Starsportwetten Österreich Ja – Bundesland (nicht im Detail veröffentlicht) Star Sportwetten GmbH
Vierklee Tirol Ja – Land Tirol (Zl. IIa.10.065/144-0) Vierklee Wettbüro GmbH
Admiral Gumpoldskirchen (OÖ-Bewilligung) Ja – Land Oberösterreich ADMIRAL Sportwetten GmbH
TonyBet Estland Nein – ohne österreichische Bewilligung –
Thunderpick Curaçao Nein – ohne österreichische Bewilligung Paloma Media B.V.
LegendPlay Anjouan Nein – ohne österreichische Bewilligung –
Wildsino Keine Angabe Nein – ohne österreichische Bewilligung –

Was die Tabelle zeigt: Sechs Anbieter nennen eine österreichische Land-Bewilligung – vier davon ohne Nennung des Landes im Detail. Vier Anbieter nennen keine österreichische Bewilligung. Wichtig für die Leseart: Eine Land-Bewilligung heißt nicht „bundesweit zugelassen“, und eine fehlende Nennung heißt nicht „keine Bewilligung“ – sie heißt „nicht im Detail veröffentlicht“. Wer wissen will, ob sein Anbieter für sein eigenes Bundesland bewilligt ist, prüft das Impressum des Anbieters.

Was bei Darts zählt: Bietet der Anbieter die gängigen Märkte (Sieger, Handicap, 180er, Checkout) für die PDC-Turniere und die European Tour an? Welche Quotenmargen verlangt er? Welche Limits greifen bei Live-Wetten? Die folgenden Blöcke gehen das je Anbieter durch.

Tipp3

tipp3 ist der Klassiker unter den österreichischen Sportwettenanbietern – gegründet in Österreich, bewilligt durch die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020), betrieben von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. in Wien. Die Bewilligung beruht auf dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), womit tipp3 klar zum Kreis der Land-bewilligten Anbieter gehört.

Beim Darts-Angebot deckt tipp3 die PDC-WM und die European Tour typischerweise mit Sieger-Wetten, Handicap und Livewetten ab. Bei der Wettgebühr gibt tipp3 an, sie bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % des Gewinns abzuziehen – ein Modell, das für die Wettkundin transparent ist. Im Spielerschutz bietet tipp3 eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren.

Wer auf der Seite der klassischen österreichischen Sportwette wetten will, ist hier richtig. Wer ein sehr breites Sondermarkt-Programm oder Live-Märkte auf jedem Pro-Tour-Event sucht, sollte das aktuelle Wettprogramm prüfen.

Win2day

win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH betrieben. Das Sportwetten-Angebot beruht nach eigenen Angaben auf einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung und ist damit nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht des BMF unterstellt. Das ist wichtig: Die Lotterie und das Casino-Angebot von win2day laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession, die Sportwette unter dem NÖ Wettgesetz – zwei Regime, getrennt zu betrachten.

Im Wettprogramm werden Einzelwetten, Kombiwetten und Langzeitwetten sowie Livewetten angeboten; die Seite nennt Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1 als Kernsportarten. Ob Darts durchgehend im Programm steht, hängt von Saison und Veranstaltung ab. Bei den Limits ist win2day deutlich strenger als viele andere: Bis 26 Jahre sind 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag) maximal, ab 26 Jahren 1.680 € pro Kalendermonat – Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag lässt es sich individuell erhöhen. Ein klares Limit-Regime, das Familien mit budgetstarken Wetten entgegenkommt.

Wer einen Anbieter mit klarer österreichischer Aufsicht und festen Limits sucht, ist hier gut aufgehoben. Wer mit großen Einsätzen spielt, wird sich mit dem Limit auseinandersetzen müssen.

Merkur Bets

Merkur Bets tritt seit Juni 2025 als neue Marke auf – vorher hieß die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group Cashpoint Sportwetten, mit Sitz in Gerasdorf bei Wien und Gründungsjahr 1996. Die Merkur Group führt damit einen eingeführten österreichischen Wettanbieter unter neuem Namen weiter. Eine konkrete Land-Bewilligung ist auf der Seite nicht im Detail veröffentlicht.

Das Angebot in der App umfasst Live- und Vorab-Wetten, Cashout sowie Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten auf Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia. Darts ist Teil des Standardprogramms, das Wettangebot pro Turnier hängt von Saison und Event ab. Was Merkur Bets von den meisten reinen Online-Marken unterscheidet, ist die Bindung an eine Wett- und Unterhaltungsgruppe mit stationärer Präsenz in Österreich.

Wer einen traditionsreichen österreichischen Anbieter sucht und das stationäre Netz der Merkur-Marken kennt, ist hier richtig. Wer ein sehr breites Live-Programm mit Sondermärkten erwartet, sollte das aktuelle Wettprogramm prüfen.

Starsportwetten

Starsportwetten wird von der Star Sportwetten GmbH betrieben, einer österreichischen GmbH. Auch hier ist die konkrete Land-Bewilligung nicht im Detail veröffentlicht – was nicht heißt, dass keine vorliegt, sondern dass die Information nicht öffentlich am Sitz des Anbieters zu finden ist.

Das Angebot ist breit aufgestellt: Laut App-Beschreibung Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts – plus über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern und bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. Darts ist also namentlich im Programm. Für Wettkundinnen, die eine breite Sportauswahl erwarten, ist das ein Pluspunkt.

Der Anbieter passt zu Wettenden, die viele Sportarten parallel bespielen und Darts als Teil eines vielfältigen Wettkalenders sehen. Wer sich auf Darts konzentriert und Live-Tiefe sucht, sollte vorab prüfen, wie viele Märkte pro PDC-Turnier tatsächlich angeboten werden.

Vierklee

Vierklee ist ein österreichischer Anbieter mit Sitz in Tirol. Das Impressum nennt die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung; anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Damit ist Vierklee einer der wenigen Anbieter, der seine Land-Bewilligung nachprüfbar im Impressum stehen hat.

Vierklee positioniert sich als Info-Seite für Sportwetten, weniger als reine Online-Markenmarke. Für Wettkundinnen in Tirol ist das die saubere Adresse mit nachprüfbarer Bewilligung. Was das Darts-Programm angeht, ist die Info-Seite weniger stark auf Live-Tiefe und Sondermärkte ausgerichtet als die großen Online-Marken.

Wer in Tirol wohnt und einen Anbieter mit klar dokumentierter Land-Bewilligung sucht, ist hier richtig. Wer ein sehr breites Online-Wettprogramm erwartet, sollte das aktuelle Angebot prüfen.

Admiral

Admiral Sportwetten wird von der ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen betrieben. Das Unternehmen gehörte zur Novomatic-Gruppe, wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung wird nach eigenen Angaben von der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz erteilt.

Admiral gehört zu den bekanntesten österreichischen Marken – stationär in Wettbüros und Trafiken sowie online. Für Darts heißt das: Verfügbarkeit hängt vom Online-Angebot und der Anbindung an die Wett-Terminals ab. Ein Schwerpunkt liegt auf Fußball und Standard-Sportarten, Darts ist Teil des Wettprogramms.

Wer eine österreichische Traditionsmarke mit klarer OÖ-Bewilligung sucht, ist hier gut aufgehoben. Wer sehr tiefe Live-Quote und Sondermärkte pro PDC-Turnier erwartet, sollte das aktuelle Programm prüfen.

TonyBet

TonyBet ist eine Marke mit Lizenz in Estland (EMTA HKT000015) – keine österreichische Land-Bewilligung. Damit ist TonyBet im Kreis der Anbieter ohne österreichische Bewilligung; die Rechtslage hängt vom jeweiligen Landesgesetz ab und ist politisch umstritten, eine österreichische Stelle hat für Streitfälle mit dem Anbieter keine Handhabe.

Das Sportangebot in der App umfasst Fußball (Premier League, Champions League, Europa League), Basketball, American Football, Baseball, Volleyball, Tennis sowie Futsal und Beach Soccer – täglich erhöhte Quoten laut Beschreibung. Darts ist im internationalen Wettprogramm üblicherweise enthalten; im Vordergrund steht bei TonyBet jedoch Fußball.

Wer ein internationales Programm und erhöhte Quoten schätzt und sich der fehlenden österreichischen Bewilligung bewusst ist, kann TonyBet nutzen. Wer Wert auf österreichische Aufsicht legt, ist bei einem bewilligten Anbieter besser aufgehoben.

Thunderpick

Thunderpick wird von der Paloma Media B.V. nach dem Recht von Curaçao betrieben (Firmennummer 146988) und ist nach eigenen Angaben unter der Lizenznummer OGL/2024/677/0722 der Curaçao Gaming Authority lizenziert – keine österreichische Land-Bewilligung. Der Schwerpunkt liegt auf E-Sport und Krypto, nicht auf klassischen Sportarten.

Für Darts interessant nur am Rande: Klassische Sportwetten sind Teil des Angebots, aber nicht der Schwerpunkt. Wer einen E-Sport-orientierten Anbieter mit Curaçao-Lizenz sucht und sich der fehlenden österreichischen Bewilligung bewusst ist, kann hier spielen. Wer einen österreichisch bewilligten Darts-Anbieter sucht, ist anderswo richtig.

LegendPlay

LegendPlay ist eine Marke mit Lizenz in Anjouan – keine österreichische Land-Bewilligung. Die Rechtslage hängt vom jeweiligen Landesgesetz ab und ist politisch umstritten, eine österreichische Stelle hat für Streitfälle keine Handhabe.

LegendPlay wirbt mit Sportaktionen: Ein „Accumulator Boost“ für Kombiwetten mit mindestens drei Auswahlen und „Bore Draw“, eine 100 %-Bargelderstattung bei Fußballspielen mit 0:0. Das sind verkaufsfördernde Maßnahmen – was sie wert sind, hängt von den Bedingungen ab. Für Darts heißt das: LegendPlay nimmt Darts ins Programm, primär ist die Marke aber auf Fußball und Kombiwetten ausgerichtet.

Wer auf Kombiwetten und Fußball-Aktionen aus ist und sich der fehlenden österreichischen Bewilligung bewusst ist, findet hier ein Angebot. Für reinen Darts-Fokus sind österreichisch bewilligte Anbieter die bessere Wahl.

Wildsino

Wildsino ist eine Marke ohne eine klar dokumentierte Lizenzangabe – keine österreichische Land-Bewilligung. Der Rechtsstatus ist wie bei anderen ausländischen Anbietern umstritten, eine österreichische Stelle hat für Streitfälle keine Handhabe. Das Angebot umfasst Sportwetten auf Fußball, Tennis, Tischtennis, Basketball, Eishockey, American Football, Baseball, Handball und Volleyball sowie Live-Wetten, virtuelle Sportarten und E-Sports (Dota 2, League of Legends, Counter-Strike). Darts ist im internationalen Programm üblicherweise enthalten.

Die Seite ist auf Deutsch verfügbar, Kunden müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Eine österreichische Land-Bewilligung wird nicht genannt.

Wer ein breites Casual-Angebot sucht und sich der fehlenden österreichischen Bewilligung bewusst ist, kann hier spielen. Für österreichische Standards bei Aufsicht und Limits sind bewilligte Anbieter die bessere Wahl.

Welcher Anbieter zu welcher Wette passt

Wer viel Live-Wetten spielt, sollte prüfen, ob der Anbieter Live-Darts pro PDC-Turnier abdeckt. Wer Kombiwetten bevorzugt, sollte auf das Vorhandensein eines Kombibonus oder eines Accumulator-Boosts achten – ohne ein Auge auf die Bedingungen (Mindestquote, Maximalgewinn, Frist). Wer kleine Limits fährt, ist bei Anbietern mit klaren Wochen- oder Monatslimits gut bedient (win2day).

Wer kein Auge auf eine österreichische Aufsicht legt, spart sich die Lizenzdiskussion – aber ohne sie gibt es im Streitfall keine österreichische Stelle, an die man sich wenden kann. Wer auf eine österreichische Bewilligung Wert legt, wählt aus dem ersten Sechser-Block. Wer die Lizenzfragen nicht scheut und ein breiteres internationales Programm haben will, kann die zweite Gruppe in Betracht ziehen – mit dem Wissen, dass die Spielerschutz-Instrumente dort nicht österreichisch sind.

Quotenvergleich vor dem ersten Spiel: Seriös nur über mehrere Events und über mehrere Auswahlen. Eine einzelne Quote zu vergleichen führt in die Irre. Eine Quote von 2,10 gegen 2,05 macht im Einzelfall nichts aus – erst auf 50 Wetten hin wirkt sich der Unterschied messbar aus.

Wie viel eine Wette wirklich kostet – das Beispiel mit 1,90/1,90

Wer auf einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten bei 1,90 wettet, sollte wissen, was die Marge bedeutet. Für diesen Markt ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = rund 0,95 – also 95 %. Die Marge liegt bei rund 5 %; das heißt, der Anbieter behält von jedem eingesetzten Euro im Durchschnitt fünf Cent.

Was das praktisch heißt: Auf 100 € Einsatz über viele Wetten verteilt fließen rund 95 € zurück, 5 € bleiben beim Anbieter. Bei niedrigerer Marge (etwa 4 %) wäre der erwartete Rückfluss 96 €, bei höherer (6 %) nur 94 €. Das ist die einzige Größe, an der ein Anbieter objektiv messbar wird – und genau deshalb lohnt der Vergleich über mehrere Anbieter hinweg.

Bedeutet das, dass Wetten mit 5 % Marge „fair“ sind? Auf lange Sicht verlieren Wettkundinnen 5 % ihres Einsatzes an den Anbieter. Das ist der Preis, den das System nimmt. Wer gelegentlich wettet, merkt das wenig; wer regelmäßig wettet, sollte den Anbieter mit der niedrigsten Marge wählen – oder den niedrigsten Margenmix im relevanten Wettkalender.

Was vor dem ersten Tipp zu prüfen ist

Vor einer Wette auf Darts stehen vier Prüfungen:

  1. Bewilligung und Land. Steht im Impressum des Anbieters, welche Land-Bewilligung er hat? Ohne diese Information weiß man nicht, ob man sich in einem österreichisch geregelten Umfeld bewegt.
  2. Wettprogramm für Darts. Ist das aktuelle PDC-Turnier im Programm? Welche Märkte werden angeboten – nur Sieger oder auch Handicap und 180er? Welche Sondermärkte sind verfügbar?
  3. Quote und Marge. Auf welche Quote kommt die Wette, und wie sieht die Marge des Marktes aus (Auszahlungsquote, falls der Anbieter sie ausweist)? Wie schneidet der Anbieter im Vergleich zu anderen ab?
  4. Einsatzlimit und Sperre. Welches maximale Wettlimit gilt? Welche Selbstsperre bietet der Anbieter? Für Minderjährige: keine Wette, kein Konto.

Wer diese vier Punkte vor dem ersten Tipp abhakt, hat die wichtigsten Informationen beisammen. Wer eine Wette platziert, ohne eines davon zu prüfen, wettet im Nebel.

Das Wichtigste zur Marge

Die Marge ist im Preis eingebaut – sie ist nicht zu sehen, aber sie ist da. Sie unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter und von Markt zu Markt. Wer den Unterschied zwischen zwei Anbietern bei einem Markt mit gleicher Sportart und gleichem Event vergleicht, sollte auf die Auszahlungsquote achten – nicht auf die einzelne Quote.

Drei Faustregeln:

Das Beispiel mit 1,90/1,90 ist symmetrisch und zeigt eine Marge von rund 5 %. Bei einem starken Favoriten – etwa 1,30 für Spieler A gegen 3,50 für Spieler B – liegt die Marge typischerweise niedriger, der Buchmacher erwartet einen klaren Ausgang und bietet „knappe“ Quoten.

Bedeutet das, dass es einen „besten Anbieter“ gibt? Nur im jeweiligen Markt, zur jeweiligen Zeit. Wer regelmäßig wettet, sollte die Margen über die Zeit beobachten – ein Anbieter mit 5 % im Januar und 7 % im April ist kein konstanter Anbieter.

Bonus und Werbeaktionen – was sie wirklich wert sind

Boni, Gratiswetten und Quotenboosts sind Werbung. Ein 100 %-Bonus auf die erste Einzahlung verdoppelt nicht den Gewinn; er verdoppelt den Einsatz, aber bindet ihn an Umsatzbedingungen. Ein „risikofreier“ Tipp erstattet bei Verlust oft nicht in Geld, sondern in einer Gratiswette – und die ist weniger wert, als sie aussieht.

Drei Bedingungen, die jede Bonus-Seite lesen muss:

Wer den Bonus versteht, ist kein Opfer; wer ihn ignoriert, schon. Ein typischer Bonus von 100 € mit 5x-Umsatz und 1,80 Mindestquote verlangt 500 € Umsatz in qualifizierenden Wetten. Bei einer Marge von 5 % kostet das im Schnitt 25 € an Buchmachermarge – der Bonus ist also nicht „gratis“.

Was bei Darts-Boni speziell gilt: Viele Sondermärkte sind nicht für den Umsatz qualifiziert, und Livewetten oft ebenso nicht. Wer einen Darts-Bonus erwartet, sollte prüfen, ob Darts-Wetten überhaupt zum Umsatz zählen.

Häufige Fragen

Wie wird auf Darts gewettet, und wie ergibt sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?

Eine Dartswette wird auf einen Markt gesetzt – Sieger eines Legs, Sieger eines Satzes, Anzahl 180er, Handicap. Der Einsatz wird mit der Quote multipliziert; das Ergebnis ist die Bruttoauszahlung. Bei einer Quote von 2,10 und 10 € Einsatz bekommt man 21 € zurück, Gewinn 11 €. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten aller Tipps zum Scheinpreis.

Welches Bundesland erteilt die Bewilligung, und was bedeutet das für Anbieter von Dartswetten?

In Österreich erteilt das jeweilige Bundesland die Bewilligung für Sportwetten – Niederösterreich nach dem NÖ Wettgesetz, Wien nach dem Wiener Wettengesetz, Oberösterreich nach dem Oö. Wettgesetz, Tirol nach dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz, jedes weitere Land nach eigenem Gesetz. Eine bundesweite Lizenz gibt es nicht. tipp3 etwa nennt eine NÖ-Bewilligung, win2day ebenfalls, Vierklee eine Tiroler Lizenz, Admiral eine OÖ-Bewilligung.

Wie wirkt sich die Wettgebühr von 5 % seit dem 1. April 2025 auf Einsatz oder Gewinn aus?

Die Wettgebühr wird vom Anbieter geschuldet, nicht von der Wettkundin. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung: tipp3 etwa gibt an, sie bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % des Gewinns abzuziehen. Andere Anbieter können die Gebühr in die Quote einpreisen oder beim Gewinn abziehen. Die Bedingungen sind nur aus den AGB des Anbieters abzulesen.

Welche Rolle spielen Legs und Sets bei Matchwetten und beim Handicap?

Ein Leg gewinnt, wer zuerst genau 501 Punkte wirft. Einen Satz gewinnt, wer zuerst drei Legs holt – bei der PDC-WM ist das die Regel. Die Zahl der benötigten Sets steigt im Turnierverlauf. Beim Handicap bekommt der Außenseiter fiktive Legs vorgerechnet; ein -1,5-Handicap bedeutet, dass die Wette nur gewinnt, wenn der Spieler das Match mit mindestens zwei Legs Differenz gewinnt.

Was ist eine Wertwette, und warum ist ein Dartstipp nie sicher?

Eine Wertwette liegt vor, wenn die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote niedriger ist als die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit. Über viele solcher Wetten ist der Erwartungswert positiv. Ein Dartstipp ist trotzdem nie sicher, weil Darts eine hohe Varianz hat – ein Neundart-Finish kann ein Match in einem Wurf drehen, ein Aussetzer am ersten Doppelfeld ein 4:0 kosten. Wer auf Darts wettet, sollte jede Wette als eine von vielen verstehen.

Wie funktioniert die Selbstsperre beim einzelnen Anbieter, und gibt es ein bundesweites Register?

Eine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten gibt es nicht. Die Selbstsperre läuft je Anbieter – tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren; in Wien ist eine Aufhebung frühestens nach zwei Jahren möglich. Andere Anbieter haben eigene Sperrmodelle. Eine österreichische Behörde ist bei Streitfällen mit Anbietern ohne österreichische Bewilligung nicht zuständig.

Inhalt erstellt vom Team «wettzahlungenat»